Morgan Stanleys neuer Bitcoin-ETF eröffnete am Mittwoch mit einer stärker als erwarteten ersten Handelssitzung und verschaffte dem späten Marktteilnehmer einen soliden Start in einem Markt, der bereits vor Monaten überfüllt erschien.
Laut Yahoo Finance-Daten wechselten beim Morgan Stanley Bitcoin Trust, der unter dem Ticker MSBT gehandelt wird, 1.658.176 Aktien den Besitzer und schloss den Tag bei 20,47 US-Dollar pro Aktie. Dies entsprach einem Handelsvolumen am ersten Tag von etwa 34 Millionen US-Dollar, was über der von Bloomberg-Senior-Analyst Eric Balchunas genannten Schätzung von 30 Millionen US-Dollar lag.
Das ist wichtig, weil MSBT deutlich nach der ersten Welle von Spot-Bitcoin-ETFs eintrifft, die sich bereits mit hoher Liquidität und vertrauter Markenbekanntheit etabliert haben. Späte Produkte haben normalerweise nicht viel Spielraum für Fehler. Wenn sie Zuflüsse wollen, benötigen sie entweder Vertriebsstärke, einen Preisvorteil oder eine Kombination aus beidem.
Morgan Stanley scheint sich stark auf den Preis zu stützen. MSBT wurde mit einer Sponsorgebühr von 0,14 % konzipiert, der niedrigsten unter den börsengehandelten Bitcoin-Produkten bisher. In einer Kategorie, in der das zugrunde liegende Engagement weitgehend gleich ist, wird die Gebührenkompression zu einer der wenigen klaren Möglichkeiten, sich abzuheben.
Das frühe Handelsvolumen entscheidet natürlich noch nichts. Die Aktivität am ersten Tag kann ebenso Neugier wie Überzeugung widerspiegeln. Dennoch deutet es darauf hin, dass der Fonds nicht unbemerkt in den Markt eingetreten ist.
Die Einführung sagt auch etwas Umfassenderes über den aktuellen Stand des Bitcoin-ETF-Rennens aus. Was als Kampf um die Zulassung begann, hat sich in einen Kampf um Kosten, Liquidität und Regalfläche verwandelt. Neue Marktteilnehmer verkaufen keine Neuheit mehr. Sie verkaufen Effizienz.
Für Morgan Stanley ist die größere Frage nun, ob eine starke Eröffnungssitzung in eine stetige Vermögensakkumulation umgesetzt werden kann. Handelsvolumen ist nützlich, aber dauerhafte Vermögenswerte sind wichtiger. Bei Bitcoin-ETFs hängt das normalerweise davon ab, ob Berater, institutionelle Allokierer und Maklerkanäle entscheiden, dass eine günstigere Hülle Grund genug ist, das Engagement von Produkten, die sie bereits kennen, zu verlagern.

