In ihrem Jahresbericht 2024–2025 bestätigte die Financial Intelligence Unit – India, dass 49 Kryptowährungsbörsen nun den Geldwäschebekämpfungsverpflichtungen Indiens unterliegen. Diese Anforderung ergibt sich aus der Entscheidung der Regierung von 2023, Anbieter von virtuellen Vermögenswerten unter das Geldwäschebekämpfungsgesetz zu klassifizieren, wodurch Krypto-Plattformen demselben Compliance-Regime wie Banken und andere regulierte Finanzinstitute unterworfen werden.
Wichtigste Erkenntnisse:
Zum 05.01.2026 berichtete die FIU, dass 45 in Indien ansässige Börsen die inländische Registrierung abgeschlossen und eine regulatorische Überprüfung durchlaufen haben. Vier weitere ausländische Plattformen haben sich ebenfalls registriert, was ihnen den legalen Betrieb unter Einhaltung indischer Berichtsstandards ermöglicht. Alle registrierten Einheiten sind nun verpflichtet, Kundenidentitätsprüfungen durchzuführen, Transaktionen zu überwachen und Berichte über verdächtige Aktivitäten an indische Behörden zu übermitteln.
Die Erkenntnisse der FIU basieren größtenteils auf Verdachtsmeldungen, die von konformen Börsen eingereicht wurden. Diese Berichte bieten laut der Behörde detaillierte Einblicke darüber, wie Kryptowährungen im Land verwendet werden – einschließlich illegaler Zwecke.
Obwohl die FIU anerkannte, dass digitale Vermögenswerte Innovation, Investitionen und finanzielle Inklusion unterstützen können, warnte sie, dass der derzeitige Missbrauch erheblich bleibt. Der Bericht hebt mehrere wiederkehrende Risikobereiche hervor, darunter illegales Online-Glücksspiel, organisierter Betrug im großen Stil, unregulierte grenzüberschreitende Überweisungsnetzwerke ähnlich informellen Geldwechselsystemen und rechtswidrige Plattformen für Erwachseneninhalte.
In einem dokumentierten Fall verfolgten Ermittler Krypto-Zahlungen über mehrere Wallets zu einer illegalen Website und zeigten damit, dass Blockchain-Transaktionen effektiv verfolgt werden können, wenn Börsen ordnungsgemäße Überwachungs- und Offenlegungsregeln befolgen. Gemäß den geltenden Vorschriften müssen registrierte Plattformen Benutzeridentitäten überprüfen, das wirtschaftliche Eigentum an Wallets bestimmen, Überweisungen an private Wallets verfolgen und verdächtiges Verhalten umgehend melden. Die FIU bestätigte außerdem, dass im letzten Geschäftsjahr Strafen gegen Börsen verhängt wurden, die die Compliance-Standards nicht erfüllten.
Indiens Durchsetzungsinitiative hat auch eine klare Grenze zwischen konformen und nicht konformen Offshore-Plattformen gezogen. Große internationale Börsen wie Binance, Coinbase und Mudrex haben sich bei der FIU registriert und dürfen indische Nutzer bedienen.
Im Gegensatz dazu hat die FIU den Zugriff auf 25 ausländische Börsen blockiert, die sich weigerten, sich zu registrieren oder AML-Anforderungen zu erfüllen. Plattformen wie BitMEX, LBank und Phemex sind für indische Nutzer derzeit unzugänglich, bis die Compliance-Verpflichtungen erfüllt sind.
Diese Maßnahmen haben einen Großteil der indischen Einzelhandels-Krypto-Aktivitäten zu einer kleineren Gruppe regulierter Börsen geleitet. Zugelassene Plattformen sind nun verpflichtet, einen lokalen Direktor und einen benannten Hauptverantwortlichen zu ernennen, der für die direkte Kommunikation mit Regierungsbehörden zuständig ist.
Indische Behörden haben betont, dass ihr Ziel nicht darin besteht, Kryptowährungsaktivitäten vollständig zu eliminieren, sondern sicherzustellen, dass sie innerhalb eines transparenten, engmaschig überwachten Rechtsrahmens operieren. Die FIU kam zu dem Schluss, dass digitale Vermögenswerte nur dann zulässig bleiben, wenn Plattformen aktiv mit Regulierungsbehörden zusammenarbeiten und strenge Standards zur Verhinderung von Finanzkriminalität einhalten.
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