Die Ethereum Foundation hat einen schrittweisen Plan veröffentlicht, um die Hauptkette von Ethereum Blöcke mithilfe von zkEVM-Beweisen validieren zu lassen, wodurch die Notwendigkeit für Validatoren zur erneutenDie Ethereum Foundation hat einen schrittweisen Plan veröffentlicht, um die Hauptkette von Ethereum Blöcke mithilfe von zkEVM-Beweisen validieren zu lassen, wodurch die Notwendigkeit für Validatoren zur erneuten

Ethereum Foundation plant Weg zu zkEVM-Beweisen auf Mainnet L1

Die Ethereum Foundation hat einen schrittweisen Plan veröffentlicht, um die Ethereum-Blockchain Blöcke mittels zkEVM-Nachweisen validieren zu lassen, wodurch die Notwendigkeit für Validatoren reduziert wird, jede Berechnung selbst erneut auszuführen. Der Vorschlag, der am 15.01. via X von Tomasz K. Stańczak, Co-Executive Director der Ethereum Foundation, geteilt wurde, legt die erforderlichen Engineering-Arbeiten über Ethereums Execution- und Consensus-Clients sowie neue Proving-Infrastruktur und Sicherheitsprozesse dar.

Ethereum L1 bewegt sich in Richtung zk-Proof-basierter Validierung

Bereits im Juli letzten Jahres kündigte die Ethereum Foundation ihren „zk-first"-Ansatz an. Heute überprüfen Ethereums Validatoren typischerweise einen Block, indem sie die Transaktionen erneut ausführen und die Ergebnisse vergleichen. Der Plan schlägt eine Alternative vor: Validatoren könnten einen kryptografischen Nachweis verifizieren, dass die Ausführung des Blocks korrekt war.

Das Dokument fasst die beabsichtigte Pipeline in einfachen Worten zusammen: Ein Execution-Client erstellt ein kompaktes „Witness"-Paket für einen Block, ein standardisiertes zkEVM-Programm verwendet dieses Paket, um einen Nachweis der korrekten Ausführung zu generieren, und Consensus-Clients verifizieren diesen Nachweis während der Blockbestätigung.

Der erste Meilenstein ist die Erstellung eines „ExecutionWitness", einer blockbezogenen Datenstruktur, die die Informationen enthält, die zur Validierung der Ausführung ohne erneutes Ausführen benötigt werden. Der Plan fordert ein formales Witness-Format in den Ethereum-Execution-Spezifikationen, Konformitätstests und einen standardisierten RPC-Endpunkt. Es wird darauf hingewiesen, dass der aktuelle debug_executionWitness-Endpunkt bereits „im Produktivbetrieb von Optimisms Kona verwendet wird", während vorgeschlagen wird, dass möglicherweise ein zk-freundlicherer Endpunkt benötigt wird.

Eine wichtige Abhängigkeit ist das Hinzufügen einer besseren Nachverfolgung, welche Teile des Zustands ein Block berührt, über Block Level Access Lists (BALs). Das Dokument besagt, dass diese Arbeit im November 2025 nicht als dringend genug eingestuft wurde, um auf frühere Forks zurückportiert zu werden.

Der nächste Meilenstein ist ein „zkEVM Guest Program", beschrieben als zustandslose Validierungslogik, die prüft, ob ein Block in Kombination mit seinem Witness einen gültigen Zustandsübergang erzeugt. Der Plan betont reproduzierbare Builds und das Kompilieren zu standardisierten Zielen, damit Annahmen explizit und verifizierbar sind.

Über Ethereum-spezifischen Code hinaus zielt der Plan darauf ab, die Schnittstelle zwischen zkVMs und dem Guest Program zu standardisieren: gemeinsame Ziele, gemeinsame Wege zum Zugriff auf Precompiles und I/O sowie vereinbarte Annahmen darüber, wie Programme geladen und ausgeführt werden.

Auf der Consensus-Seite fordert die Roadmap Änderungen, damit Consensus-Clients zk-Proofs als Teil der Beacon-Blockbestätigung akzeptieren können, mit begleitenden Spezifikationen, Test-Vektoren und einem internen Rollout-Plan. Das Dokument hebt auch die Verfügbarkeit der Execution-Payload als wichtig hervor, einschließlich eines Ansatzes, der „das Platzieren des Blocks in Blobs" beinhalten könnte.

Der Vorschlag behandelt die Proof-Generierung ebenso als operatives Problem wie als Protokoll-Problem. Er umfasst Meilensteine zur Integration von zkVMs in EF-Tools wie Ethproofs und Ere, zum Testen von GPU-Setups (einschließlich „zkboost") und zur Verfolgung von Zuverlässigkeit und Engpässen.

Benchmarking wird als laufende Arbeit dargestellt, mit expliziten Zielen wie der Messung der Witness-Generierungszeit, der Proof-Erstellungs- und Verifizierungszeit sowie der Netzwerkauswirkungen der Proof-Propagation. Diese Messungen könnten in zukünftige Gas-Repricing-Vorschläge für zk-intensive Workloads einfließen.

Sicherheit wird ebenfalls als dauerhaft gekennzeichnet, mit Plänen für formale Spezifikationen, Überwachung, Supply-Chain-Kontrollen wie reproduzierbare Builds und Artefakt-Signierung sowie einem dokumentierten Vertrauens- und Bedrohungsmodell. Das Dokument schlägt ein „Go/No-Go-Framework" vor, um zu entscheiden, wann Proof-Systeme reif genug für eine breitere Nutzung sind.

Eine externe Abhängigkeit sticht hervor: ePBS, das laut Dokument notwendig ist, um Provern mehr Zeit zu geben. Ohne es hat der Prover laut Plan „1–2 Sekunden", um einen Proof zu erstellen; mit ihm „6–9 Sekunden". Das Dokument fügt eine zweisätzige Formulierung hinzu, die die Dringlichkeit erfasst: „Dies ist kein Projekt, an dem wir arbeiten. Es ist jedoch eine Optimierung, die wir brauchen." Es wird erwartet, dass ePBS in „Glamsterdam" eingesetzt wird, geplant für Mitte 2026.

Wenn diese Meilensteine erreicht werden, würde sich Ethereum in Richtung Proof-basierter Validierung als praktische Option auf L1 bewegen, während das Timing und die operative Komplexität des Provings die begrenzenden Faktoren bleiben.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wurde ETH bei 3.300 $ gehandelt.

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