Fidelitys Schritt, einen neuen Stablecoin im Ethereum-Netzwerk einzuführen, hat eine erneute Debatte darüber ausgelöst, ob große Finanzinstitute zunehmend bevorzugenFidelitys Schritt, einen neuen Stablecoin im Ethereum-Netzwerk einzuführen, hat eine erneute Debatte darüber ausgelöst, ob große Finanzinstitute zunehmend bevorzugen

Fidelity Stablecoin auf der Ethereum-Blockchain signalisiert institutionellen Wandel

2026/01/29 13:53

Fidelitys Schritt, einen neuen Stablecoin auf der Ethereum-Blockchain einzuführen, hat eine erneute Debatte darüber ausgelöst, ob große Finanzinstitute zunehmend öffentliche Blockchains als ihre Kerninfrastruktur bevorzugen. Das Unternehmen hat kürzlich bekannt gegeben, dass sein Fidelity Digital Dollar, bekannt als FIDD, auf Ethereum operieren wird und durch Bargeld, Bargeldäquivalente und kurzfristige US-Staatsanleihen gedeckt sein wird. Der Stablecoin ist so strukturiert, dass er sowohl institutionelle Abwicklungs- als auch Einzelhandelszahlungsfälle unterstützt und so konzipiert ist, dass er auf jede Adresse im Ethereum-Mainnet übertragbar ist.

Diese Entwicklung sticht hervor, weil große Finanzunternehmen bei der Einführung von On-Chain-Finanzprodukten häufig zu privaten oder datenschutzorientierten Blockchain-Netzwerken tendiert haben. Im Gegensatz dazu wählte Fidelity eine der etabliertesten öffentlichen Blockchains. Jüngste Beispiele zeigen ein anderes Muster unter Institutionen. J.P. Morgans Blockchain-Abteilung, Kinexys, hatte zuvor Pläne angekündigt, ihren JPM Coin auf dem Canton Network auszugeben, das öffentlich zugänglich ist, aber Datenschutzfunktionen betont. Ebenso hat die Depository Trust & Clearing Corporation signalisiert, dass sie dasselbe Netzwerk nutzt, um mit tokenisierten US-Staatsanleihen zu experimentieren, wobei Datenschutzüberlegungen als Schlüsselfaktor hervorgehoben werden.

Regulierung und Transparenz als Treiber

Branchenbeobachter deuten darauf hin, dass regulatorische Klarheit diese Infrastrukturentscheidungen beeinflusst. Marcin Kazmierczak, Mitbegründer von RedStone, vermittelte, dass Fidelitys Entscheidung das Gegenteil dessen darstellte, was viele vor einigen Jahren erwartet hätten, und beschrieb sie als starkes Zeichen dafür, dass die institutionelle Finanzwelt öffentliche Blockchains zunehmend als Standardgrundlage behandelte. Er wies darauf hin, dass jüngste Gesetze, einschließlich des GENIUS Act, die Erwartungen daran geklärt hatten, wie Stablecoin-Reserven verwaltet und offengelegt werden müssen. Seiner Ansicht nach verringerte diese Klarheit die Attraktivität privater Chains und verbesserte das Vertrauen in regulierte Stablecoins, die auf transparenten öffentlichen Netzwerken ausgegeben werden.

Kazmierczak betonte auch, dass Ethereums breites Liquiditätsumfeld, starke Unterstützung durch große Börsen und Kompatibilität mit Layer-2-Skalierungslösungen Möglichkeiten schufen, die private Netzwerke nicht einfach nachbilden konnten. Er verwies auf Ethereums großen Gesamter gesperrter Wert (TVL), der mehrere Dutzend Milliarden Dollar übersteigt, als Beweis für sein tiefes und aktives Ökosystem.

Liquidität und Interoperabilität haben Priorität

Andere Marktteilnehmer interpretieren Fidelitys Schritt als Reaktion darauf, wo die Stablecoin-Nutzung bereits konzentriert ist. Neil Staunton, Chief Executive und Mitbegründer von Superset, charakterisierte die Entwicklung als entscheidenden Moment im laufenden Vergleich zwischen privaten und öffentlichen Blockchains. Er deutete an, dass Fidelitys Wahl ein Verständnis für Liquiditätsdynamik widerspiegelte, anstatt ein Kompromiss bei institutionellen Standards zu sein. Nach seiner Einschätzung hatten frühere Überzeugungen, dass Institutionen geschlossene Systeme bevorzugen würden, nicht vollständig mit realen Bedürfnissen übereingestimmt. Er argumentierte, dass Institutionen letztendlich Funktionalität priorisierten, insbesondere bei Zahlungen und Abwicklung, wo Blockchain-Interoperabilität über Plattformen hinweg entscheidend ist. Er wies ferner darauf hin, dass ein Stablecoin, dem die freie Bewegung über Märkte hinweg fehlt, Schwierigkeiten hätte, seinen beabsichtigten Zweck zu erfüllen.

Ryne Saxe, Mitbegründer und Chief Executive von Eco, äußerte eine ähnliche Perspektive. Er wies darauf hin, dass Fidelity anscheinend wollte, dass sein Stablecoin weit zugänglich ist und über die interne Buchhaltung hinaus verwendet wird. Seiner Interpretation zufolge implizierte diese Richtung, dass offene Marktliquidität und Blockchain-Interoperabilität zentrale Rollen im Design und der Verwendung des Token spielen würden. Er betrachtete die Einführung auch als bemerkenswert positives Signal für Ethereums Position in der institutionellen Finanzwelt.

Wachsender Stablecoin-Markt

Der breitere Kontext für diese Einführung ist die rasche Expansion im Stablecoin-Sektor. Branchendaten zeigen, dass der Gesamtmarktwert von Stablecoins über 300 Milliarden Dollar gestiegen ist, was einen starken Anstieg gegenüber den Anfang 2025 beobachteten Werten darstellt. Dieses Wachstum unterstreicht die steigende Nachfrage nach Blockchain-basierten Dollar-Instrumenten sowohl im Handel als auch bei Zahlungen.

Fidelity hat angedeutet, dass FIDD voraussichtlich in den kommenden Wochen eingeführt wird. Der Token wird über Fidelity Digital Assets ausgegeben, und Kunden werden in der Lage sein, ihn im Verhältnis eins zu eins mit dem US-Dollar über Fidelitys Krypto-Plattformen zu kaufen oder einzulösen. Insgesamt hebt die Initiative hervor, wie sich traditionelle Finanzunternehmen an eine Landschaft anpassen, in der öffentliche Blockchain-Netzwerke eine zunehmend zentrale Rolle spielen.

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