Der Beitrag Mega Whales wurden bärisch: Ist $1,00 das wahre Risikoniveau für den XRP-Preis? erschien zuerst auf Coinpedia Fintech News
Der XRP-Preis schwebt um $1,43, hält sich kaum über der Unterstützung von $1,41, und die Marktstimmung ist nicht gerade beruhigend. Vor wenigen Tagen rutschte XRP auf dem Wochen-Chart kurzzeitig auf $1,10, was sein niedrigster Stand seit mehreren Monaten war, und stoppte knapp über der psychologisch bedeutsamen Marke von $1,00.
Diese Kurserholung sah an der Oberfläche ermutigend aus. Darunter nicht so sehr. Denn während sich der Preis erholte, tat es das Vertrauen nicht.
Langfristige Halter bleiben weiterhin unsicher, und die Struktur um den XRP-Preis-Chart deutet darauf hin, dass die Kurserholung möglicherweise eher mechanisch als überzeugungsgetrieben war. Das ist noch keine Panik, aber es ist innerlich fragil.
Eine Sache müssen Investoren und Händler klar wissen. Dass ein Rückgang auf $1,10 und eine anschließende Erholung nicht bedeutungslos ist, zumindest vorerst. Denn es bedeutet, dass Käufer eingestiegen sind und die Zone zwischen $1,00 und $1,10 immer noch Respekt von den Bullen genießt. Aber hier ist das Problem: Kurzfristig sieht es wie eine Erholung aus, aber auf dem langfristigen Chart hat die Erholung den XRP-Preis nicht bedeutend in Richtung des breiteren Trends bewegt.
Aus technischer Sicht bewegt sich XRP/USD immer noch gefährlich nahe am Scheitern. Wenn $1,41 nachgibt, öffnet die Preisbewegung einen klaren Weg zurück zu $1,10. Und wenn dieses Niveau bei einem erneuten Test nicht hält, intensiviert sich die Abwärtserzählung schnell.
Also ja, Unterstützung existiert. Aber sie wird durch Zögern getestet, nicht durch Vertrauen. Und wenn es zu $1,00 zurückkehrt, könnte die Konsolidierung beginnen.
Nun zum unangenehmen Teil. Die Positionierung bei Derivaten stimmt auch nicht mit der Idee einer sich bildenden stabilen Basis überein.
Liquidationsdaten zeigen etwa $390 Millionen auf der Short-Seite im Vergleich zu knapp über $190 Millionen bei Long-Positionen. Dieses Ungleichgewicht ist wichtig. Es deutet darauf hin, dass Händler auf Schwäche setzen und sich nicht auf eine anhaltende Kurserholung vorbereiten.
Mit anderen Worten: Der Terminmarkt kauft die Erholung nicht. Er wettet dagegen.
Und wenn der XRP-Preis wieder sinkt, könnte diese starke Short-Positionierung die Preisvolatilität eher verstärken als abfedern. Deshalb birgt jede XRP-Preisprognose derzeit asymmetrisches Risiko.
Unterdessen bietet das On-Chain-Verhalten auch nicht viel Trost. Laut Santiment-Daten erzählt die Metrik Positionsverteilung nach Guthaben eine klare Geschichte. Adressen, die zwischen 10 Millionen und 100 Millionen XRP halten, verkaufen seit Anfang Februar stetig, was für den Absturz von XRP verantwortlich ist. Noch besorgniserregender ist, dass Wallets im Bereich von 100 Millionen bis 1 Milliarde XRP in den letzten 24 Stunden bärisch geworden sind, wobei die Metrik eine Abwärts-U-Kurve zeigt.
Diese Verschiebung ist wichtig. Größere Positionsbesitzer haben es normalerweise nicht eilig. Wenn sie beginnen, zur Verteilung zu tendieren, geht dies oft tieferen Preistests voraus.
Wenn der Verkaufsdruck anhält und XRP $1,00 erneut testet, ist das Risiko nicht nur ein sauberer Zusammenbruch. Kaskadierende Liquidationen könnten folgen und die bärische Dynamik sowohl auf den Spot- als auch auf den Derivatemärkten verstärken.
Vorerst bleibt der XRP-Preis über der Unterstützung. Aber je länger er ohne eingreifende Nachfrage verweilt, desto dünner wird dieses Sicherheitsnetz.


