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BTC unter Druck: Order-Flow-Daten zeigen klare Schwäche

2026/02/11 22:19
3 Min. Lesezeit

Der Bitcoin (BTC)-Kurs ist erneut unter die Marke von 67.000 US-Dollar gefallen. Was auf den ersten Blick wie eine normale Korrektur wirkt, entpuppt sich bei genauerem Blick auf den Order Flow als struktureller Abverkauf.

Vor allem das Verhalten an den Spot- und Derivatemärkten liefert deutliche Hinweise darauf, warum der Markt aktuell keine Stärke zeigt – und was es bräuchte, um das zu ändern.

Spot verkauft, Derivate schwach – keine echte Nachfrage

Ein zentrales Signal kommt von der sogenannten Spot-CVD (Cumulative Volume Delta). Diese misst die Differenz zwischen Käufen und Verkäufen an den Kassabörsen. Der Trend zeigt hier seit Tagen kontinuierlich abwärts, zuletzt mit klar negativer Steigung.

Das heißt: Spot-Investoren verkaufen aktiv, es gibt kaum Kaufdruck. Das untergräbt jede Erholungsbewegung.

Auch die Futures-CVD, also die Bewegung auf den Derivatemärkten, zeigt ein ähnliches Bild. Seit dem lokalen Hoch geht es stetig nach unten.

Die wenigen kleinen Rebounds, die der Markt gezeigt hat, waren meist flach und kurzlebig – angetrieben von Short-Coverings, nicht von echter Nachfrage.

Eine nachhaltige Aufwärtsbewegung entsteht jedoch selten aus Derivate-Dynamik allein – dafür braucht es echte Käufe am Spotmarkt.

Open Interest und Funding deuten auf Short-Druck hin

Ein weiteres wichtiges Signal liefert das Verhalten beim Open Interest (OI), also dem offenen Volumen an offenen Futures-Kontrakten. Nach einem kurzfristigen Anstieg ist das OI zunächst zurückgegangen.

Doch zuletzt steigt es wieder leicht – und das bei fallenden Kursen. Das spricht eher für den Aufbau neuer Short-Positionen als für Longs.

Begleitet wird das von negativem Funding, also negativen Finanzierungsraten bei den Perpetual Futures. Das bedeutet, dass Trader bereit sind, zu zahlen, um Short zu bleiben – ein Zeichen für anhaltend skeptische Marktstimmung.

Zwar eröffnet das theoretisch Spielraum für einen Short Squeeze, doch ohne begleitende Käufe am Spotmarkt bleibt auch dieses Szenario schwach ausgeprägt.

Ohne Spot-Bids keine Wende – was jetzt wichtig ist

Die Analyse zeigt: Der Rückgang unter 67.000 $ ist kein reiner Liquidationseffekt. Es gibt keine ausgeprägten Long-Cluster, die durch einen Crash ausgelöst wurden.

Stattdessen wurde der Markt Stück für Stück aktiv verkauft, was auf einen kontrollierten, aber klaren Abwärtstrend hindeutet.

Für eine echte Trendwende müssten mehrere Faktoren zusammentreffen:

  • eine positive Steigung bei der Spot-CVD (Kaufdruck am Kassamarkt),
  • eine Stabilisierung oder ein Abbau beim Open Interest (weniger Shorts),
  • sowie ein Funding, das sich in Richtung neutral bewegt.

Solange diese Bedingungen nicht erfüllt sind, bleiben auch kurzfristige Bounces anfällig für weitere Verkäufe. Der Markt braucht nicht nur Erholung, sondern Überzeugung – und die ist derzeit vor allem im Spotmarkt nicht zu sehen.

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