Der IWF erklärt, dass Stablecoins zunehmend enger mit dem US-Dollar-System verbunden werden, anstatt traditionelle Banken zu ersetzen.Der IWF erklärt, dass Stablecoins zunehmend enger mit dem US-Dollar-System verbunden werden, anstatt traditionelle Banken zu ersetzen.

Der IWF sagt, dass Stablecoins immer enger mit dem US-Dollar-System verbunden werden, anstatt traditionelle Banken zu ersetzen

2026/02/16 12:20
4 Min. Lesezeit

Stablecoins werden weithin als eine Möglichkeit für Krypto wahrgenommen, konventionelle Finanzinstitute aufgrund ihrer einzigartigen Dienstleistungen zu umgehen, wie z. B. grenzenlosen 24/7-Zugang zu Geldern ohne Abhängigkeit von Banken zu bieten und sofortige, grenzlose finanzielle Freiheit zu ermöglichen.

Dennoch veröffentlichte der Internationale Währungsfonds (IWF) kürzlich einen Bericht, der eine gegensätzliche Ansicht präsentiert. In diesem Bericht stellte die internationale Finanzaufsicht fest, dass „der Stablecoin-Markt zunehmend auf kurzfristige US-Staatsschulden angewiesen ist, wodurch sich die ‚Stablecoin-Ära' in ein privates System zur Verteilung von Dollars verwandelt, anstatt diese zu ersetzen." 

Der gesamte Stablecoin-Markt ist auf über 300 Milliarden US-Dollar angewachsen und hat sich in den letzten Jahren nahezu verdoppelt, da Händler, Zahlungsdienste und Überweisungsplattformen zunehmend digitale Token nutzen. Dieser Anstieg an Größe und Nutzung hat die Aufmerksamkeit von Regulierungsbehörden und Zentralbanken weltweit auf sich gezogen.

Die Dominanz von Stablecoins auf dem Markt löst Bedenken aus 

Im Hinblick auf die Erkenntnisse des IWF äußerten Einzelpersonen Bedenken in der Branche. Zu diesem Zeitpunkt ergab ihre Entdeckung, dass dieses System einen raschen Anstieg der Konzentration erlebt hat. Um diese Behauptung zu untermauern, hob die globale Finanzinstitution hervor, dass an den Dollar gekoppelte Stablecoins etwa 97 % aller Emissionen ausmachen. Darüber hinaus sind mehr als 90 % der Umlauf-Marktkapitalisierung in Circle's USDC und Tether's USDT konzentriert. 

Diese Situation wird entscheidend, weil große Stablecoins durch den Besitz bedeutender Schatzwechsel und Repos nun direkt mit Finanzsystemen interagieren, die von Regulierungsbehörden genau überwacht werden. Dies umfasst den Wettbewerb um Einlagen, internationale Transaktionsfähigkeiten und eine breitere Finanzstabilität.

Abgesehen von dieser Warnung wurde berichtet, dass der IWF gegen Ende des letzten Jahres auch eine weitere Warnung bezüglich Stablecoins ausgesprochen hat. Die internationale Finanzaufsicht behauptete, dass Stablecoins die Einführung ausländischer Währungen in Ländern mit schwachen Währungssystemen zu beschleunigen drohen. Dies könnte wiederum die Fähigkeit der Zentralbanken untergraben, den Kapitalfluss zu regulieren, sagten sie.

Darüber hinaus veröffentlichte die globale Finanzinstitution einen Bericht mit dem Titel „Understanding Stablecoins", in dem weiter davor gewarnt wurde, dass der rasante Anstieg von an den Dollar gekoppelten Stablecoins und deren grenzüberschreitende Nutzung Familien und Unternehmen dazu veranlassen könnte, lokale Währungen zugunsten von Dollar-gestützten Stablecoins aufzugeben. Sie argumentierten, dass dieses Ergebnis besonders in Regionen mit hoher Inflation oder vermindertem Vertrauen in die lokale Währung zu erwarten ist.

Um diese Aussage für ein besseres Verständnis aufzuschlüsseln, gab der IWF eine Erklärung ab, in der festgestellt wurde: „Stablecoins können zur Währungssubstitution beitragen, die Volatilität des Kapitalflusses erhöhen, indem sie Kapitalkontrollen umgehen, und Zahlungssysteme fragmentieren, sofern keine Interoperabilität gewährleistet ist", und fügte hinzu: „Diese Risiken könnten in Ländern mit hoher Inflation, in Ländern mit schwächeren Institutionen oder in Ländern mit vermindertem Vertrauen in den inländischen Währungsrahmen ausgeprägter sein."

Trotz dieser Herausforderungen sieht der Internationale Währungsfonds jedoch Potenzial zur Erweiterung des Finanzzugangs. Die in Washington ansässige Finanzinstitution übernahm diese Perspektive, nachdem sie beobachtet hatte, dass mobile digitale Dienste in vielen Entwicklungsländern bereits das traditionelle Bankwesen übertroffen haben.

Ihrer Argumentation zufolge könnten Stablecoins, wenn sie reguliert werden, den Wettbewerb verbessern, Zahlungskosten senken und die finanzielle Inklusion erweitern.

Analysten äußern Bedenken hinsichtlich der Stabilität des Bankensektors

Im letzten Monat wurde berichtet, dass der globale Stablecoin-Markt 284 Milliarden US-Dollar im Umlauf überschritten hatte. Diese Feststellung entfachte Debatten darüber, ob Stablecoins das traditionelle Bankwesen stören oder ersetzen werden, oder ob sie eine neue Ebene der Finanzen darstellen, die sich neben bestehenden Systemen entwickelt.

Dieses Thema dominierte die Schlagzeilen, als Niall Ferguson und Manny Rincon-Cruz, Historiker und Forscher an der Hoover Institution der Stanford University, argumentierten, dass Bedenken hinsichtlich der Stabilität des Bankensektors übertrieben seien, selbst während Banken ihren Widerstand gegen Stablecoin-Vorteile intensivieren.

Zu diesem bestimmten Zeitpunkt charakterisierten Ferguson und Rincon-Cruz Stablecoins als verschieden von hochvolatilen Kryptowährungen wie BTC.

Sie behaupteten, dass während spekulative Token im Wesentlichen als Finanzderivate fungieren, Fiat-gestützte Stablecoins zunehmend als Zahlungsinstrumente verwendet werden, wobei ihre Akzeptanz seit der Verabschiedung des GENIUS Act rapide beschleunigt wird.

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