Der Markt wendet sich immer mehr gegen den USD. Laut einer Umfrage zur Stimmung bei Devisen und Zinsen von Bank of America gibt es so viele Short-Positionen wie seit Januar 2012 nicht mehr.
Diese Veränderung der Stimmung zeigt sich auch in dem Wert des US Dollar Index. Er misst den Wert des US-Dollars im Vergleich zu sechs wichtigen Währungen. Seit Anfang des Jahres ist der Index um 1,3 Prozent gesunken.
Die aktuelle Bank-of-America-Umfrage zeigt, dass die Positionen beim USD im Februar so negativ waren wie seit über 14 Jahren nicht mehr. Zudem liegt die gesamte USD-Nachfrage jetzt unter dem Tiefststand von April 2025. Das bedeutet, dass das Vertrauen der Fondsmanager in den USD weiter sinkt.
Trotz verschiedener Versuche, das Vertrauen in die US-Notenbank zu stärken, gibt es weiter Zweifel. Präsident Trumps Nominierung von Kevin Warsh im Januar 2026 als neuen Fed-Chef sollte eigentlich die Investoren beruhigen. Allerdings hat dieser Schritt die Nachfrage nach dem USD nicht erhöht.
Gleichzeitig ist die Stimmung bärisch, während der US Dollar Index stark nach unten geht. Im Jahr 2025 ist der Index um 9,4 Prozent gesunken und er fällt dieses Jahr weiter.
Am 27. Januar fiel der DXY auf 95,5 – so tief wie seit Februar 2022 nicht mehr. Beim Verfassen dieses Artikels hat sich der DXY etwas erholt und steht bei 97,08.
Immer mehr Marktanalysten weisen auf technische Signale hin, die auf einen weiteren Rückgang des USD deuten. Händler Donny schätzt, dass der Index sogar unter die 96 fallen könnte.
Andere Analysten blicken noch weiter in die Zukunft. The Long Investor betonte in seinen längerfristigen Charts, dass ein noch stärkerer struktureller Rückgang möglich ist. Seiner Meinung nach könnten bärische Kursziele in den Bereich von 52 bis 60 in den 2030er Jahren reichen.
Es gibt jedoch auch Analysten, die mit einer Erholung des USD rechnen. The Macro Pulse meint, dass das Verhalten des Index auf eine „mögliche Bodenbildungsphase” hindeutet.
Ein schwächerer USD sorgt meist für bessere Bedingungen für Risikoanlagen wie Krypto. Fällt der USD, wechseln einige Investoren in alternative Anlagen, um höhere Renditen zu erzielen oder ihr Geld vor einer Abwertung des Fiat-Gelds zu schützen.
Bitcoin wird oft als Schutz gegen Geldentwertung gesehen. Das macht den Coin in Zeiten von anhaltender USD-Schwäche oft besonders attraktiv.
Dennoch ist der Zusammenhang zwischen einem schwachen USD und steigenden Krypto-Kursen nicht immer eindeutig. Die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben wichtig.
Wenn ein schwacher USD auf eine langsame US-Wirtschaft oder steigende Rezessionsrisiken hinweist, werden viele Investoren eher vorsichtig. In diesen Zeiten fließt Geld oft in klassische sichere Anlagen wie Gold – und nicht in volatilere digitale Assets.
Die aktuellen Daten zeigen diese Vorsicht. Der Anteil an bullischen Wetten auf Gold ist gestiegen, was bedeutet, dass viele Investoren beim Edelmetall gute Chancen sehen.
Während der USD schwächer wird und Fondsmanager historisch bärisch eingestellt bleiben, zeigen die nächsten Monate, ob der Krypto-Markt von diesen Währungs-Veränderungen profitieren kann – oder ob anhaltende Unsicherheiten das Wachstum bei digitalen Assets weiter bremsen.
Der Beitrag USD-Wetten so bärisch wie seit 14 Jahren nicht: Was das für die Krypto-Märkte bedeutet erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.


