Alvin Lang
18.02.2026 01:02
NVIDIA arbeitet mit Cadence, Siemens und Synopsys zusammen, um KI-gesteuerte Fabriken in ganz Indien aufzubauen, während das Land 134 Milliarden Dollar in neue Fertigungskapazitäten investiert.
Indiens Fertigungssektor erhält ein massives KI-Upgrade, da NVIDIA mit globalen Giganten der Industriesoftware und den größten Herstellern des Landes zusammenarbeitet, um softwaregesteuerte Fabriken von Grund auf neu zu errichten.
Die am 18.02.2026 gemachte Ankündigung erfolgt, während Indien 134 Milliarden Dollar in neue Fertigungskapazitäten in den Bereichen Bauwesen, Automobil, erneuerbare Energien und Robotik investiert. Anstatt KI später nachzurüsten, werden diese Anlagen NVIDIAs CUDA-X- und Omniverse-Bibliotheken von Tag eins an in ihre Kernoperationen integrieren.
Wer baut was
Die Partnerschaften umfassen Indiens industrielle Schwergewichte. Reliance New Energy erweitert seine Zusammenarbeit mit NVIDIA und Siemens, um Gigafabriken der nächsten Generation mithilfe digitaler Zwillingstechnologie zu entwerfen. Die Kombination aus Siemens' Simulationsfähigkeiten mit NVIDIA Omniverse-Bibliotheken zielt darauf ab, das Anlagendesign zu beschleunigen und die Präzision zu verbessern, bevor ein einziger Stein gelegt wird.
Addverb Technologies, ein Spezialist für Lagerautomatisierung, geht noch weiter – unter Verwendung desselben Stacks plus NVIDIA Cosmos World Foundation Models, um vierbeinige und radgetriebene humanoide Roboter vollständig in der Simulation zu trainieren.
Im Halbleiterbereich hat Larsen and Toubro Semiconductor Cadence Spectre X auf dem neuen Cadence Millennium M2000-Supercomputer, gebaut auf NVIDIAs Blackwell-Architektur, eingesetzt, um Designiterationen für KI-Chips der nächsten Generation zu verkürzen.
Konkrete Zahlen von Early Adopters
Einige Unternehmen sehen bereits Ergebnisse. Havells India Limited, der Hersteller elektrischer Ausrüstung, meldete 6-mal schnellere Fluiddynamik-Simulationen unter Verwendung von Synopsys' Ansys Fluent, beschleunigt durch CUDA-X. Dieser Geschwindigkeitsschub führt zu mehr Designiterationen, besserer Luftstromoptimierung und schnellerer Markteinführung ihrer Produkte.
Tata Consultancy Services setzt physische KI in Tata Motors-Anlagen ein und wandelt Standard-Kamerafeeds in intelligente Sensoren für automatisierte Qualitätsprüfungen um. Sie testen auch autonome Sicherheitsinspektionen über vierbeinige Roboter in komplexen Fertigungsumgebungen.
Das größere Bild
Indiens IT-Dienstleistungssektor, der laut IBEF-Daten in diesem Jahr voraussichtlich 350 Milliarden Dollar überschreiten wird, positioniert das Land als Testgelände für den industriellen KI-Einsatz im großen Maßstab. NVIDIAs Aktie spiegelt das Vertrauen der Investoren in diesen KI-Infrastrukturausbau wider und wird zum 16.02. bei 182,88 Dollar gehandelt – ein Anstieg von 1,35 % über 24 Stunden mit einer Marktkapitalisierung von 4,55 Billionen Dollar.
Dieser Vorstoß in Indien folgt auf die Ankündigung von NVIDIA-CEO Jensen Huang am 06.02. über die bisher größte Partnerschaft des Unternehmens mit Dassault Systèmes zur globalen Bereitstellung von KI-virtuellen Zwillingen. Die Strategie ist klar: die Softwareebene zu besitzen, die Design mit Betrieb in den am schnellsten wachsenden Fertigungsmärkten der Welt verbindet.
Pilotprojekte sind bereits mit National High Speed Rail Corporation Limited, Torrent Power und Power Grid Corporation of India Limited im Gange. Weitere Details werden bei den kommenden NVIDIA GTC-Sitzungen erwartet, die sich auf industrielle KI und Fertigung konzentrieren.
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Quelle: https://blockchain.news/news/nvidia-india-manufacturers-134b-ai-factory-partnership

