Der „Lobstar Wilde"-Vorfall ist zu einem der meistdiskutierten Ereignisse in Krypto diese Woche geworden und verdeutlicht sowohl das Potenzial als auch die Fragilität von autonomenDer „Lobstar Wilde"-Vorfall ist zu einem der meistdiskutierten Ereignisse in Krypto diese Woche geworden und verdeutlicht sowohl das Potenzial als auch die Fragilität von autonomen

AI-Krypto-Trading-Bot sendet versehentlich 441.000 $, dann steigt Token um 190 %

2026/02/24 03:30
3 Min. Lesezeit

Der „Lobstar Wilde"-Vorfall ist zu einem der meistdiskutierten Ereignisse in der Kryptowelt diese Woche geworden und verdeutlicht sowohl das Potenzial als auch die Fragilität autonomer AI Agents, die in On-Chain-Märkten operieren.

Was als einfacher Handel im Wert von etwa 4 SOL, rund $310, gedacht war, verwandelte sich nach einem Logikfehler in der Transaktionsabwicklung des Bots in eine versehentliche Übertragung von $441.000.

Der Dezimalfehler hinter der Übertragung

Der Bot war darauf ausgelegt, eine kleine Transaktion auszuführen, aber anstatt den Betrag ordnungsgemäß in Lamports (Solanas kleinste Einheit) umzuwandeln, sendete er versehentlich sein gesamtes Treasury von 1,4 Millionen LOBSTAR-Token.

Zum Zeitpunkt der Übertragung waren diese Token etwa $441.000 wert.

Der unerwartete Empfänger war ein Nutzer, der auf X als „Treasure David" bekannt ist und plötzlich die gesamte Zuteilung in seinem Wallet vorfand.

Marktreaktion: Vom Fehler zur 190%-Rallye

Anstatt zu kollabieren, stieg der Token nach Bekanntwerden des Fehlers um etwa 190%.

Spekulanten begannen schnell darauf zu wetten, dass die virale Natur der Geschichte in Kombination mit der AI-Erzählung LOBSTAR zu einem Durchbruchsthema machen könnte. Gleichzeitig konzentrierte sich ein erheblicher Teil des zirkulierenden Angebots faktisch auf ein Wallet, da der Bot einen so großen Teil seiner Bestände an eine einzige Adresse übertragen hatte. Dies erzeugte einen temporären Angebotsschock, der die Volatilität verstärkte.

Treasure David tauschte Berichten zufolge einen Teil der Token gegen etwa $40.000 in USDC. Das verbleibende Guthaben hält die Community weiterhin in Atem, da die Unsicherheit darüber, ob weitere Token verkauft oder zurückgegeben werden, die Stimmung weiterhin beeinflusst.

Fehler oder absichtlicher Stunt?

Die Debatte innerhalb der Community hat sich darauf konzentriert, ob das Ereignis ein echter Fehler oder ein kalkulierter Marketingschachzug war.

Diejenigen, die es als Fehler betrachten, weisen darauf hin, dass Dezimal- und Parameterfehler in der Web3-Entwicklung nicht ungewöhnlich sind, selbst bei erfahrenen Ingenieuren. Sie bemerken auch, dass der Ersteller schnell Logs veröffentlichte, die den Ausführungsfehler zeigten, was eher auf Transparenz als auf Inszenierung hindeutet. Wenn der Bot außerdem darauf ausgelegt war, ein größeres Treasury-Ziel zu verfolgen, würde der Verlust von fast der Hälfte seines Kapitals am ersten Tag einen ernsthaften operativen Rückschlag darstellen.

Skeptiker argumentieren jedoch, dass das Timing und die Erzählung ungewöhnlich günstig sind. Der AI- und „OpenAI-Engineer"-Aspekt passt perfekt in das dominierende AI-Krypto-Thema 2026, und der Anstieg erfolgte während einer breiteren Phase „extremer Angst" am Markt, wodurch er sich dramatisch abhob. Einige spekulieren sogar, dass das Empfänger-Wallet mit dem Ersteller verbunden sein könnte, obwohl es keine verifizierten Beweise gibt, die diese Behauptung stützen.

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Die Reaktion des Entwicklers und umfassendere Auswirkungen

Der Entwickler, bekannt als „Lobstar", erkannte den Fehler öffentlich an und erklärte, dass der Bot während eines Fensters hoher Volatilität Transaktionsparameter falsch interpretierte. Er beschrieb den Vorfall als schmerzhafte Lektion dafür, warum AI Agents, die Treasury-Mittel verwalten, eine Human-in-the-Loop-Verifizierung benötigen.

Über die unmittelbare Preisreaktion hinaus hat die Episode eine breitere Konversation über AI-Sicherheit in DeFi ausgelöst. Wenn ein autonomes System aufgrund eines Logikfehlers versehentlich $441.000 senden kann, wirft dies ernsthafte Fragen über vollautomatisierte Hedgefonds, DAO-Treasuries und groß angelegte KI-gesteuerte Kapitalallokationssysteme auf.

Die zentrale Frage ist nicht, ob AI Trades ausführen kann, sondern ob unkontrollierte Autonomie strukturelle Risiken einführt, die Märkte noch nicht zu managen bereit sind.

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