World Liberty Financial (WLFI) hat ein System für einen Echtzeit-Nachweis der Reserven direkt auf der Chain für seinen Stablecoin USD1 mit einem Volumen von 4,7 Mrd. USD eingeführt.
Dies ist eine Änderung gegenüber den bisherigen monatlichen Prüfberichten des Stablecoins. Sie folgt auf einen Sicherheitsvorfall und Panik am Markt, bei der der Coin kurzzeitig die Bindung an 1 USD verloren hat.
Das Kryptoprotokoll, das enge Beziehungen zur Familie von Präsident Donald Trump pflegt, hat das Upgrade am 27. Februar angekündigt.
Das neue System nutzt die Chainlink Runtime Environment. Dadurch werden die Reservendaten vom Kryptoverwahrer BitGo fortlaufend abgerufen, überprüft und auf der Chain gespeichert.
Somit können die Nutzer von USD1 jetzt jederzeit die gesamte Umlaufmenge, die Hinterlegung der Reserven und das Verhältnis der Besicherung auf fünf Netzwerken wie Ethereum, Solana oder der BNB Chain überwachen.
Der Nachweis in Echtzeit bestätigt das Vorhandensein von 4,7 Mrd. USD in kurzfristigen US-Staatsanleihen und Bargeldäquivalenten bei BitGo.
Dennoch warnen Analysten aus der Branche, dass das Dashboard noch immer nur begrenzte Details zeigt.
Der ständige Datenfluss zeigt nicht automatisch, wie liquide die einzelnen Vermögenswerte im Fall eines Bankensturms sind. Außerdem schützt er den Ablauf nicht vor möglichen Schwachstellen in Smart Contracts oder bei Sicherheitsmaßnahmen auf Leitungsebene.
Der Grund: Das Upgrade wurde nur wenige Tage nach dem Verlust der 1-USD-Bindung eingeführt, als USD1 kurzzeitig auf 0,994 USD fiel.
Das WLFI-Team machte für die Entkopplung einen „koordinierten Angriff“ verantwortlich. Nach eigenen Angaben wurden dabei mehrere Accounts von Mitgründern gehackt, Influencer wurden bezahlt, um Panik zu erzeugen, und Short-Positionen gegen den nativen Token eröffnet.
Die starke Betonung eines „koordinierten Angriffs“ wird jedoch hinterfragt. Die Tatsache, dass mehrere Accounts von Führungskräften übernommen wurden, zeigt schwere Schwächen bei der Betriebssicherheit bei einem Protokoll, das Milliarden an institutionellem Kapital verwaltet.
Zudem führen die besonderen politischen Verbindungen des Projekts zu größerer Aufmerksamkeit durch Regulierungsbehörden und zu herausforderndem Verhalten am Markt. Das erhöht die Anforderungen an die Sicherheitsstruktur.
Trotz dieser Probleme kam es nicht zum kompletten Zusammenbruch von USD1. Die zentrale Rückgabefunktion blieb funktionsfähig.
Der Beitrag Trump-Familie: Stablecoin stellt Live-Reserve-Tracker nach Kurs-Schock vor erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.

