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Bitcoin-Anleger, die drei Jahre halten, machen fast nie Verlust

2026/03/01 23:23
3 Min. Lesezeit

Für viele Anleger fühlt sich Bitcoin (BTC) wie eine Achterbahnfahrt an. Der Kurs kann in kurzer Zeit stark steigen, aber auch deutlich fallen. Neue Daten zeigen jedoch, dass Geduld historisch häufig belohnt wird.

Eine umfassende Analyse zeigt, dass Anleger, die Bitcoin mindestens drei Jahre halten, das Verlustrisiko nahezu vollständig eliminieren. Für defensiv orientierte Investoren ist das eine wichtige Erkenntnis.

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Drei Jahre Geduld machen historisch den Unterschied

Eine Untersuchung des Vermögensverwalters Bitwise, geteilt von André Dragosch, Head of Research bei Bitwise Europe, analysierte die Kursdaten von Bitcoin zwischen 2010 und Anfang 2026.

Dabei zeigt sich, dass die Wahrscheinlichkeit eines Verlustes bei einer Haltedauer von mindestens drei Jahren lediglich 0,70 Prozent beträgt. Mit anderen Worten: Nahezu alle Einstiegszeitpunkte führten zu Gewinnen, sofern Anleger drei Jahre oder länger investiert blieben.

Bei fünf Jahren sank die Verlustwahrscheinlichkeit auf 0,2 Prozent. Wer zehn Jahre hielt, lag historisch betrachtet noch nie im Minus.

Das steht in starkem Kontrast zum kurzfristigen Handel. Anleger, die am selben Tag kauften und verkauften, hatten nahezu eine fünfzigprozentige Wahrscheinlichkeit für Verluste.

Selbst bei einer Haltedauer von einem Jahr blieb das Risiko roter Zahlen erheblich. Interessant ist zudem der sogenannte realisierte Preis – der durchschnittliche Kaufpreis bestimmter Anlegergruppen.

Laut Daten von Glassnode liegen Investoren, die ihre Bitcoin drei bis fünf Jahre halten, trotz jüngster Kursrückgänge im Durchschnitt noch immer rund 90 Prozent im Plus.

Große Banken steigen nun ein

Während Privatanleger bei Kursrückgängen nervös werden, bauen große Finanzinstitute ihre Positionen weiter aus. Banken wie Citi und Morgan Stanley entwickeln Dienstleistungen für den Kauf, die Verwahrung und den Handel von Bitcoin.

Auch Goldman Sachs hat inzwischen Bitcoin im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar erworben. Selbst JPMorgan Chase, dessen CEO Jamie Dimon sich früher kritisch äußerte, erkennt inzwischen an, dass Bitcoin ein dauerhaftes Phänomen ist.

Darüber hinaus investieren große Vermögensverwalter laut aktuellen Berichten seit zwei Jahren in jedem Quartal rund 1,3 Milliarden Euro in Bitcoin für ihre Kunden. Auch 23 Staaten besitzen inzwischen Bitcoin, häufig über Staatsfonds.

Bemerkenswert ist, dass diese institutionelle Adoption anhält, obwohl der Kurs unter Druck steht. Das passt zu dem Muster in den Daten: Ein langer Atem reduziert das Risiko.

Für Anleger bedeutet das nicht, dass Bitcoin risikofrei ist. Doch wer über die kurzfristigen Schwankungen hinausblickt, erkennt, dass Zeit historisch gesehen ein wirkungsvolles Instrument war.

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