Starke Stablecoin-Zuflüsse signalisieren nicht immer eine langfristige Marktrotation.
Auf den ersten Blick kann die Rückkehr von On-Chain-Liquidität bullisch aussehen. Allerdings spiegelt sie meist eher eine kurzfristige Rotation wider, da Investoren spekulative Gewinne jagen und versuchen, von Volatilität zu profitieren, anstatt einen nachhaltigen Trend voranzutreiben.
Bemerkenswert ist, dass ein kürzlich veröffentlichter Bericht von CryptoQuant diese Ansicht zu bestätigen schien. Die Kennzahlen zeigten, dass das Angebot sowohl von USDT als auch von USDC gestiegen ist, was darauf hindeutet, dass die Nachfrage aufholt. Dies deutete darauf hin, dass Investoren möglicherweise allmählich in Risikoanlagen investieren, möglicherweise als Absicherung gegen Makro-FUD.
Quelle: CryptoQuantEs muss jedoch beachtet werden, dass die Stärke dieses Zuflusses noch relativ schwach ist.
Ein Blick auf das Diagramm zeigt, dass das Verhältnis der Zuflüsse der letzten 30 Tage im Vergleich zum Jahresdurchschnitt offenbarte, dass das in den Markt einfließende Kapital bisher recht verhalten war. Mit anderen Worten: Während die Stablecoin-Zuflüsse möglicherweise zunehmen, sind sie noch nicht stark genug, um eine vollständige Marktrotation zu signalisieren.
Dies untermauert die These von AMBCrypto. Nur weil Liquidität zurückkehrt, bedeutet das nicht, dass eine langfristige Rallye garantiert ist, es sei denn, die Zuflüsse sind stark genug, um zu zeigen, dass Investoren sich ernsthaft um Risikoanlagen positionieren.
Allerdings beginnt das langfristige Bild ermutigender auszusehen, wenn man betrachtet, wie einige Stablecoins im Laufe der Zeit gewachsen sind. Tatsächlich sieht es so aus, als würde dieses Wachstum mit einer weiterhin bestehenden wichtigen Divergenz weiter expandieren und möglicherweise einen nachhaltigeren Markttrend unterstützen.
KI trifft auf Stablecoins und schafft eine Divergenz für L1-Momentum
Liquidität kehrt zurück. Nicht nur auf der Makroebene, sondern auch über L1s hinweg.
Zum Beispiel hat The Kobeissi Letter hervorgehoben, dass die Einführung von Stablecoins in den letzten Monaten merklich zugenommen hat, angeführt von Namen wie WesternUnions USDPT, Fidelitys FIDD und Jupiters JUPUSD.
Gleichzeitig haben sich die Inhaber von Ethenas [ENA] nativem Stablecoin USDe seit Anfang letzten Jahres fast verdoppelt und nähern sich 200.000 Inhabern – ein Zeichen dafür, dass die Akzeptanz netzwerkübergreifend stetig wächst.
Quelle: TokenTerminalDarüber hinaus hat Bernstein das Kursziel von Circle [USDC] um massive 70% auf 119 $ erhöht, angetrieben durch die wachsende KI-Narrative. Starke Liquiditätsflüsse ermöglichen es KI-Agenten, Transaktionen schneller zu verarbeiten und Markttrends zu erkennen, was USDC einen Vorteil im Stablecoin-Bereich verschafft.
Laut AMBCrypto zeigt die jüngste Welle von Stablecoin-Einführungen, dass sich Netzwerke diesem aufstrebenden Sektor zuwenden. Diese Divergenz hilft dabei, kurzfristige Rotation und langfristige Trends zu überbrücken, und signalisiert, dass sich Kapital strategisch bewegt und nicht spekulativ.
Infolgedessen könnten diese Zuflüsse mehr langfristiges Kapital in Risikoanlagen bringen. Im Laufe der Zeit könnte der Trend eine langfristige L1-Rallye antreiben, selbst in einem risikoaversen Markt, da sich die KI-Adoption im gesamten Ökosystem weiter vertieft.
Zusammenfassung
- Stablecoin-Zuflüsse kehren über L1s hinweg zurück und unterstützen kurzfristige Rotationen, wobei die Akzeptanz für USDT und USDC steigt.
- KI-gesteuertes Momentum verstärkt die Auswirkungen und positioniert Stablecoins, um eine potenzielle langfristige L1-Rallye anzutreiben.
Quelle: https://ambcrypto.com/stablecoin-liquidity-returns-is-ai-driving-a-long-term-l1-divergence/


