BlackRock, eines der weltweit größten Asset Management-Unternehmen, hat seine Wachstumsprognose für den Kryptowährungsbereich nach oben korrigiert.
In seinem Aktionärsbrief für 2026 erklärte CEO Larry Fink, dass sie erwarten, dass die Krypto-Geschäftseinheit des Unternehmens in den nächsten fünf Jahren einen jährlichen Umsatz von etwa 500 Millionen US-Dollar generieren könnte.
Finks Einschätzung wird als Spiegelbild des wachsenden Interesses an Krypto-Assets an der Wall Street gesehen. BlackRock war eine der führenden Figuren bei der Beschleunigung des Zugangs institutioneller Investoren zu diesem Bereich, indem es eine Pionierrolle im Spot-Bitcoin-ETF-Prozess spielte.
Das Unternehmen verwaltet Berichten zufolge derzeit etwa 800.000 BTC im Auftrag seiner Kunden über den iShares Bitcoin Trust ETF, was einem Wert von etwa 55 Milliarden US-Dollar entspricht. Dieser ETF soll etwa 250 Millionen US-Dollar an jährlichen Verwaltungsgebühren generieren. Diese Zahl zeigt, dass BlackRock bereits eine bedeutende Umsatzbasis in seinem Kryptowährungsgeschäft aufgebaut hat.
Andererseits sind auch die Aktivitäten des Unternehmens im Bereich tokenisierter Vermögenswerte bemerkenswert. BlackRocks USD Institutional Digital Liquidity Fund (BUIDL) ist mit einer Größe von über 2 Milliarden US-Dollar zum weltweit größten tokenisierten Fonds geworden. Fink fügte hinzu, dass das Gesamtvermögen des Unternehmens unter Verwaltung in Bezug auf digitale Vermögenswerte sich etwa 150 Milliarden US-Dollar nähert. In diesem Zusammenhang wurde erklärt, dass BlackRock etwa 65 Milliarden US-Dollar an Stablecoin-Reserven und fast 80 Milliarden US-Dollar an digitalen Asset-ETFs verwaltet.
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Fink argumentierte, dass insbesondere die Blockchain-basierte Tokenisierung eine radikale Transformation im Finanzsystem schaffen könnte. Er erklärte, dass die Ermöglichung des Handels mit traditionellen Vermögenswerten wie Aktien, Anleihen und Immobilien durch deren Tokenisierung auf der Blockchain den Investitionszugang erweitern und neue Marktchancen schaffen würde. Fink verglich diese Transformation mit der Verbreitung des Internets in den 1990er Jahren und sagte, dass die Tokenisierung die „Infrastruktur" des Finanzsystems „aktualisieren" würde.
Fink hob auch die zunehmende Verbreitung digitaler Wallets hervor und stellte fest, dass ein erheblicher Teil der Weltbevölkerung bereits digitale Wallets auf ihren mobilen Geräten trägt, und diese Infrastruktur könnte den Zugang zu Anlageprodukten erleichtern. Laut Fink werden Benutzer in Zukunft in der Lage sein, so einfach in verschiedene Anlageklassen zu investieren wie eine Zahlung zu senden.
In seinen Bewertungen von Bitcoin argumentierte Fink entgegen der Kritik, dass der Vermögenswert eine spezifische Funktion für Investoren erfüllt. Fink wies die von Persönlichkeiten wie Warren Buffett vertretene Ansicht „wertlos" zurück und beschrieb Bitcoin als „Angst-Asset", wobei er erklärte, dass sich Investoren ihm zuwenden, um sich gegen finanzielle und geopolitische Unsicherheiten zu schützen.
*Dies ist keine Anlageberatung.
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