Ein US-Bundesgericht hat eine Wertpapier-Sammelklage gegen NVIDIA und CEO Jensen Huang zugelassen. Kläger behaupten, das Unternehmen habe über 1 Milliarde US-Dollar an Krypto-Mining-GPU-Einnahmen verschleiert. Der Fall betrifft Anlegerverluste zwischen dem 10.08.2017 und dem 15.11.2018.
Das Gericht erlaubte Anlegern, Ansprüche zu verfolgen, dass NVIDIA krypto-bezogene GPU-Verkäufe falsch dargestellt habe. Kläger argumentieren, das Unternehmen habe große Mining-Einnahmen unter seiner Gaming-Abteilung verbucht. Sie erklären, dass diese Berichterstattung ein falsches Bild einer stabilen Gaming-Nachfrage erzeugt habe.
Gerichtsunterlagen schätzen, dass NVIDIA etwa 1,7 Milliarden US-Dollar durch Krypto-Mining-GPU-Verkäufe generiert hat. Von diesem Betrag fehlte angeblich bei etwa 1,13 Milliarden US-Dollar eine klare Offenlegung. Investoren behaupten, diese Unterlassung habe Umsatztrends verzerrt und Markterwartungen beeinflusst.
Unterlagen zeigen, dass über 65 % der Krypto-Nachfrage auf GeForce-Gaming-GPUs abzielte. Kläger behaupten, dass Miner einen Großteil des berichteten Wachstums des Gaming-Segments antrieben. Sie behaupten auch, dass die Krypto-Nachfrage etwa 83 % des gesamten GPU-Wachstums während des Zeitraums befeuert habe.
Der Richter wies NVIDIAs Argument zurück, dass seine Offenlegungen keine Auswirkungen auf den Preis hatten. Das Urteil besagt, dass das Unternehmen die Ansprüche der Investoren in diesem Stadium nicht widerlegen konnte. Infolgedessen erlaubte das Gericht, dass der Fall als Sammelklage voranschreitet.
Der Streit konzentriert sich auf Aussagen, die NVIDIA über Gaming-Umsatztrends gemacht hat. Investoren behaupten, das Unternehmen habe krypto-getriebene Verkäufe nicht klar getrennt. Sie argumentieren, dass diese Praxis die Volatilität der Mining-Nachfrage verschleiert habe.
Im August 2018 senkte NVIDIA seine Finanzprognose und verwies auf eine nachlassende Krypto-Nachfrage. Dann meldete das Unternehmen am 15.11.2018 schwächere Gaming-Einnahmen. Es führte den Fehlbetrag auf überschüssige Lagerbestände nach dem Rückgang des Krypto-Marktes zurück.
Nach dieser Offenlegung fielen die NVIDIA-Aktien in zwei Handelssitzungen um etwa 28,5 %. Kläger behaupten, der Rückgang spiegele die Neubewertung früherer Umsatzoffenlegungen durch den Markt wider. Das Gericht stellte fest, dass der Zeitpunkt die Behauptungen der Investoren stützt.
Eine Anhörung in dem Fall ist für den 21.04. angesetzt. Das Verfahren wird Argumente zu Haftung und Schadensersatz behandeln. Das Gericht wird die nächsten Schritte nach Prüfung weiterer Eingaben bestimmen.
Im Jahr 2022 verhängte die U.S. Securities and Exchange Commission eine Geldstrafe von 5,5 Millionen US-Dollar gegen NVIDIA. Die Regulierungsbehörden sagten, das Unternehmen habe nicht offengelegt, dass Krypto-Mining die Gaming-Einnahmen beeinflusst habe. Die SEC erklärte, dass Investoren klare Informationen über Einnahmequellen benötigten.
NVIDIA hat die SEC-Vorwürfe beigelegt, ohne die Ergebnisse zuzugeben oder zu bestreiten. Die Regulierungsbehörde sagte, die Unterlassung habe gegen Offenlegungsanforderungen verstoßen. Das Unternehmen zahlte die Strafe von 5,5 Millionen US-Dollar als Teil der Einigung.
Aktuelle Marktdaten zeigen, dass die NVIDIA-Aktie bei etwa 178,68 US-Dollar gehandelt wird. Die Aktien sind im vergangenen Monat um etwa 9 % gefallen. Der Klassenzeitraum in der Klage endet am 15.11.2018.
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