Der nigerianische Bankensektor hat eine der größten Kapitalerhöhungsmaßnahmen der jüngeren Geschichte abgeschlossen, wobei die Kreditgeber insgesamt ₦4,65 Billionen aufgebracht haben, um die neuen regulatorischen Schwellenwerte der Zentralbank von Nigeria zu erfüllen.
Die Kapitalerhöhung stützte sich stark auf lokale Investoren, die 72,55% (₦3,37 Billionen) des Gesamtbetrags ausmachten, während ausländische Investoren 27,45% (₦1,28 Billionen) beisteuerten – eine Aufteilung, die laut CBN trotz makroökonomischer Gegenwinds ein anhaltendes Vertrauen in Nigerias Bankensystem signalisiert.
In einer Pressemitteilung am Mittwoch erklärte die Aufsichtsbehörde, dass das über 24 Monate laufende Rekapitalisierungsprogramm, das im März 2024 begann, nun abgeschlossen sei und die Bilanzen der Banken gestärkt habe, wodurch der Sektor besser in der Lage sei, Schocks aufzufangen und das Wirtschaftswachstum zu finanzieren.
„Das Rekapitalisierungsprogramm hat die Kapitalbasis der nigerianischen Banken gestärkt", sagte CBN-Gouverneur Olayemi Cardoso. „Es stärkt die Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems und stellt sicher, dass es gut positioniert ist, um das Wirtschaftswachstum zu unterstützen und inländischen sowie externen Schocks standzuhalten."
Die Rekapitalisierungsmaßnahme, die erstmals 2024 angekündigt wurde, sollte die Bilanzen der Banken angesichts steigender Inflation, Währungsvolatilität und wachsender Kreditrisiken stärken und gleichzeitig die Kreditgeber in die Lage versetzen, Nigerias langfristiges Ziel einer $1-Billionen-Wirtschaft zu finanzieren.
Im Rahmen der neuen Regelung müssen Banken basierend auf ihren Betriebslizenzen ein Mindestkapital vorweisen: internationale Banken ₦500 Milliarden ($370,58 Millionen), nationale Banken ₦200 Milliarden ($148,23 Millionen), regionale Banken ₦50 Milliarden ($37,06 Millionen), Handelsbanken ₦50 Milliarden ($37,06 Millionen), zinsfreie Banken mit nationaler Genehmigung ₦20 Milliarden ($14,82 Millionen) und zinsfreie Banken mit regionaler Genehmigung ₦10 Milliarden ($7,41 Millionen).
Laut CBN haben 33 Banken die überarbeiteten Mindestkapitalanforderungen erfüllt. Eine Handvoll Institute sind noch in regulatorische und gerichtliche Verfahren verstrickt, die durch etablierte Aufsichts- und Rechtsrahmen bearbeitet werden.
Die Aufsichtsbehörde betonte, dass alle Banken weiterhin voll funktionsfähig sind.
Nachdem die Rekapitalisierungsphase nun abgeschlossen ist, verlagert die CBN ihren Fokus auf die Aufsicht.
Banken sind nun verpflichtet, regelmäßige Stresstests durchzuführen und Kapitalpuffer im Rahmen eines verstärkten risikobasierten Systems aufrechtzuerhalten. Die Aufsichtsbehörde signalisierte zudem, dass Aufsichtsrichtlinien und -regeln regelmäßig überprüft werden, um mit sich entwickelnden Risiken Schritt zu halten.
Die CBN stellte fest, dass die Bankdienstleistungen während der gesamten Kapitalerhöhung ohne Unterbrechung blieben, wodurch der Zugang für Einzelpersonen und Unternehmen gewahrt wurde – ein kritischer Faktor in einer Phase wirtschaftlicher Anpassung.
Laut der Zentralbank schafft der erfolgreiche Abschluss des Programms ein stärkeres und widerstandsfähigeres Bankensystem, das besser positioniert ist, um Kreditvergabe zu unterstützen, Ersparnisse zu mobilisieren und inländischen sowie globalen Schocks standzuhalten.


